DE

Gesunde Getränke für Kinder

Kleine Entscheidungen mit großer Wirkung:
Was Ihr Kind täglich trinkt, beeinflusst seine Leistungsfähigkeit, Konzentration, Stimmung und Gesundheit.

Die beste Wahl ist gleichzeitig die einfachste: Wasser.

Nicht alles, was gesund aussieht, ist die beste Wahl

Diese Getränke sollten keine Alltagsgetränke für Kinder sein:

  • Capri-Sonne und ähnliche Fruchtsaftgetränke
  • Quetschies aus Fruchtmus (auch ohne Zuckerzusatz)
  • Fruchtsäfte – auch frisch gepresst
  • Wasser mit Geschmack
  • Eistee
  • Cola, Fanta, Sprite, Spezi und andere Limonaden
  • Light- und Zero-Getränke
  • Energydrinks

Warum sind diese Getränke problematisch?

Viele Produkte werben mit Aussagen wie „aus Früchten“, „ohne Zuckerzusatz“, „natürlich“ oder „mit Vitaminen“. Trotzdem enthalten sie häufig große Mengen an Fruchtzucker, zugesetztem Zucker oder Süßstoffen. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Zucker enthalten ist, sondern auch in welcher Form er aufgenommen wird.

Ein Blick auf die Zahlen
Schon kleine Mengen enthalten oft überraschend viel Zucker:

  • 1 Dose Cola (330 ml)
    ca. 35 g Zucker
    entspricht etwa 12 Zuckerwürfeln
    ca. 140 kcal
  • 1 Orange
    ca. 8–12 g natürlichen Fruchtzucker
    ca. 60–70 kcal
    enthält Ballaststoffe und macht gut satt
  • 1 Glas frisch gepresster Orangensaft (250 ml)
    ca. 20–25 g Fruchtzucker
    ca. 100–110 kcal
    dafür werden häufig 3–4 Orangen benötigt

Der entscheidende Unterschied:

Eine Orange muss gekaut werden. Dadurch setzt das Sättigungsgefühl früher ein und die Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Zucker langsamer aufgenommen wird.
Ein Glas Orangensaft ist dagegen in wenigen Sekunden getrunken. Es liefert deutlich mehr Zucker, sättigt jedoch wesentlich weniger.

Quetschies und Fruchtsäfte

Quetschies bestehen zwar häufig ausschließlich aus Früchten, enthalten jedoch den Zucker mehrerer Früchte auf einmal. Da das Obst püriert ist, gelangt der Zucker deutlich schneller ins Blut als beim Essen einer ganzen Frucht. Gleichzeitig fehlt das Kauen, das für ein natürliches Sättigungsgefühl wichtig ist.
Das gilt auch für Fruchtsäfte – selbst wenn sie frisch gepresst sind. Für ein Glas Orangensaft werden meist drei bis vier Orangen benötigt. Dadurch nimmt Ihr Kind in kurzer Zeit große Mengen an Fruchtzucker auf, ohne so satt zu werden wie beim Essen der ganzen Früchte.

Was passiert im Körper?

Flüssiger Zucker gelangt besonders schnell ins Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt rasch an und fällt kurze Zeit später wieder deutlich ab.
Diese Schwankungen können dazu führen, dass Kinder

  • schneller müde werden
  • sich schlechter konzentrieren
  • unruhiger oder gereizter reagieren
  • schneller wieder Hunger oder Lust auf Süßes verspüren.
  • Zucker und Bewegung


Kinder nehmen den größten Teil ihrer Kalorien über feste Nahrung auf. Flüssige Kalorien machen jedoch kaum satt. Deshalb werden sie häufig zusätzlich aufgenommen und nicht durch weniger Essen ausgeglichen.
Bewegt sich ein Kind gleichzeitig wenig, verbraucht der Körper die überschüssige Energie häufig nicht vollständig. Sie wird dann in Fett umgewandelt und gespeichert. Langfristig kann dies das Risiko für Übergewicht, Fettleber und andere Stoffwechselerkrankungen erhöhen.

Light- und Zero-Getränke

Auch Getränke ohne Zucker sind keine gute Dauerlösung. Sie enthalten meist Süßstoffe. Diese können dazu beitragen, dass sich Kinder an einen dauerhaft süßen Geschmack gewöhnen. Dadurch wird Wasser als Durstlöscher häufig weniger attraktiv.

Energydrinks

Energydrinks enthalten häufig große Mengen Zucker und Koffein. Diese Kombination kann unter anderem Herzrasen, Nervosität, Schlafprobleme, Unruhe und Konzentrationsprobleme auslösen. Für Kinder und Jugendliche sind sie deshalb nicht geeignet.

Unser Tipp

Obst lieber essen als trinken oder quetschen. So bleiben die Ballaststoffe erhalten, das Sättigungsgefühl setzt früher ein und der Zucker gelangt langsamer ins Blut.
Die beste Wahl bleibt Wasser – einfach, günstig und genau das, was der Körper braucht.

Wasser – der beste Durstlöscher

  • unterstützt die Konzentration
  • hält das Gehirn leistungsfähig
  • beugt Müdigkeit und Kopfschmerzen vor
  • enthält weder Zucker noch Süßstoffe
  • ist das beste Alltagsgetränk für Kinder

Das Gehirn Ihres Kindes besteht zu etwa 75 % aus Wasser. Bereits ein kleiner Flüssigkeitsmangel kann dazu führen, dass Kinder sich schlechter konzentrieren, schneller ermüden oder gereizter reagieren.
Unser Tipp: Geben Sie Ihrem Kind jeden Morgen eine gut gefüllte Trinkflasche mit Wasser mit in die Schule.

Wie viel sollte mein Kind trinken?

Als einfache Faustregel gilt:
30 bis 40 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

Körpergewicht Trinkmenge
20 kg 600–800 ml
25 kg 750–1.000 ml
30 kg 900–1.200 ml
40 kg 1,2–1,6 Liter
50 kg 1,5–2 Liter

Bei Sport, Hitze oder Fieber steigt der Flüssigkeitsbedarf.

Kinder verspüren Durst häufig erst, wenn ihrem Körper bereits Flüssigkeit fehlt. Deshalb ist regelmäßiges Trinken über den Tag deutlich sinnvoller als große Mengen auf einmal.

Schon geringer Flüssigkeitsmangel wirkt sich aus

Bereits 1 bis 2 % Flüssigkeitsverlust können

  • die Konzentration verschlechtern
  • Müdigkeit fördern
  • Kopfschmerzen verursachen
  • die Leistungsfähigkeit senken

Schon wenige Prozent Flüssigkeitsmangel können das Lernen erschweren. Das Gehirn arbeitet dann langsamer und Informationen können schlechter verarbeitet werden. Gerade im Schulalltag macht sich dieser Unterschied oft bemerkbar.

Zucker und Konzentration

Starke Blutzuckerschwankungen können

  • die Aufmerksamkeit verschlechtern
  • die Konzentration erschweren
  • Unruhe fördern
  • Stimmungsschwankungen begünstigen

Zucker verursacht kein ADHS oder ADS. Kinder mit ADHS oder ADS reagieren jedoch häufig empfindlicher auf starke Blutzuckerschwankungen. Ein möglichst gleichmäßiger Blutzuckerspiegel unterstützt das Gehirn dabei, konzentriert, ausgeglichen und leistungsfähig zu bleiben.

Was ist das Mikrobiom?

Im Darm leben Milliarden nützlicher Bakterien. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Mikrobiom.

Man kann sich das Mikrobiom wie einen gut gepflegten Garten vorstellen. Je gesünder dieser Garten ist, desto besser unterstützt er den Körper.
Ein gesundes Mikrobiom

  • stärkt das Immunsystem
  • unterstützt die Verdauung
  • hilft bei der Aufnahme wichtiger Nährstoffe
  • trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei


Der Darm beeinflusst außerdem die Bildung und Regulation von Serotonin – einem Botenstoff, der unter anderem Stimmung, Schlaf und emotionale Ausgeglichenheit mitbestimmt.
Die besten Getränke für Kinder

  • Wasser
  • Ungesüßter Kräutertee
  • Ungesüßter Früchtetee
  • Wasser mit Zitronen-, Gurken- oder Orangenscheiben
  • Wasser mit frischen Beeren oder Minze

Unser Fazit

Sie müssen keine Ernährungsexpertin oder kein Ernährungsexperte sein, um Ihrem Kind etwas Gutes zu tun.

Schon kleine Veränderungen im Alltag können einen großen Unterschied machen. Wenn Wasser zum selbstverständlichen Durstlöscher wird und süße Getränke nur gelegentlich auf den Tisch kommen, profitiert Ihr Kind von einer besseren Konzentration, einem ausgeglicheneren Energiehaushalt und einer gesunden Entwicklung.

Mit jeder Flasche Wasser legen Sie einen wichtigen Grundstein für die Gesundheit Ihres Kindes – heute und für die Zukunft.

01

Pädagogische Leitung

Constantin Hayn
Tel.: 0172 5733 080
Mail:

02

Teammanagement & Organisation

Dana Hayn
Tel.: 0176 985 958 47
Mail:

Copyright 2026. All Rights Reserved.
Einstellungen gespeichert
Datenschutzeinstellungen

Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um Ihre Erfahrung auf unserer Website zu verbessern. Einige Cookies sind für die grundlegende Funktionalität erforderlich, während andere dazu beitragen, die Nutzung zu analysieren und unsere Dienste zu optimieren. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Nur nach Ihrer Zustimmung werden Cookies gespeichert, die für Funktionen von Drittanbietern bzw. für Webstatistiken und Marketing verwendet werden.

You are using an outdated browser. The website may not be displayed correctly.